CS-Gas Spray (Tränengas) der Klassiker unter den Abwehrsprays

CS-Gas (2-Chlorbenzylidenmalonsäuredinitril) wurde 1929 durch die beiden Chemiker, B. B. Corson und R. W. Stoughton, entdeckt und ist im allgemeinen Sprachgebrauch auch als Tränengas bekannt. Es ist ein rein chemisches Produkt und der bewährte Klassiker unter den Abwehrsprays. Der Wirkstoff ist weniger aggressiv als Pfefferspray und wirkt auf Atemwege und auf Augen. CS-Gas darf, im Gegensatz zu Pfefferspray, zu Verteidigungszwecken gegen Personen mitgeführt werden.
Bevor Pfefferspray entwickelt wurde, war CS-Gas die bevorzugte, nicht tödliche, Verteidigungswaffe von Sicherheitsbehörden. Zwar ähnelt die Wirkung der von Pfefferspray, allerdings ist die Wirkung gegen Tiere oder Menschen nicht immer gegeben. Etwa 20% der Menschen und ca. 50% der Hunde sind gegen CS-Gas immun, wogegen es im Gegensatz bei Pfefferspray nur ca. 2% sind. Auch bei Personen die unter Drogen stehen oder alkoholisiert sind, ist die Wirkung oftmals mehr als eingeschränkt.
CS-Gas Sprays gelten im Sinne des Gesetzgebers als Verteidigungswaffen gegen menschliche Übergriffe mit einer definierten Wirkstoffmenge und fallen somit in Deutschland unter das Waffengesetz. Daher benötigt das Spray die Zulassung durch das Bundeskriminalamt und muss somit mit BKA-Prüfzeichen gekennzeichnet sein. Nach Prüfung durch die Physikalisch-Technische-Bundesanstalt (PTB) wird es vom Bundeskriminalamt zugelassen und bekommt das entsprechende BKA-Prüfzeichen mit Prüfnummer. Da es sich um „Reizstoffsprühgerät“ und nicht um eine „Reizstoffwaffe“ handelt, wird im Gegensatz zu „Reizstoffwaffen“ oder „Reizstoffmunition“ kein PTB-Prüfzeichen benötigt.
Schon mit dem Besitz eines CS Gas Sprays ohne BKA-Prüfzeichen würden Sie sich strafbar machen.