Häufig gestellte Fragen zu Pfefferspray und CS-Gas Spray

Ist Pfefferspray verboten oder legal?

Im deutschen Waffengesetz (WaffG) ist der Begriff „Pfefferspray“ unbekannt. Vielmehr spricht man hier von diversen „Reizstoffsprühgeräten“ (RSG).
Pfeffersprays die eindeutig als Tierabwehrspray gekennzeichnet und mit einem BKA-Prüfzeichen versehen sind, fallen nicht unter das Waffengesetz. Sie dürfen frei verkauft und bedenkenlos mitgeführt werden.

Darf man Pfefferspray auch gegen Menschen einsetzen?

In Deutschland dürfen Personen Pfefferspray nur bei sich tragen um es zur Tierabwehr einzusetzen. Der Einsatz von Pfefferspray gegen Menschen ist nur in einer Notwehrsituation zulässig, das Notwehrrecht, §32 StGB, erlaubt es, sich mit allen verfügbaren Mitteln gegen einen Angriff zu wehren. Das komplette Waffengesetz können Sie hier nachlesen.

Weswegen sollte man Pfefferspray oder CS-Gas mit sich führen?

Nicht selten kann auch der „sogenannte“ beste Freund des Menschen zu einer unberechenbaren Gefahr werden. Immer wieder werden Radfahrer, Spaziergänger, Jogger oder spielende Kinder durch aggressive Vierbeiner schwer verletzt. Durch ein mitgeführtes Pfefferspray kann man sich, andere Menschen oder bedrohte Vierbeiner effektiv vor Angriffen schützen und vor Verletzungen bewahren. In jeder Hinsicht sind Abwehrsprays die beste und sicherste Alternative.

Wo liegt der Unterschied zwischen Pfefferspray und CS-Gas?

Innerhalb weniger Sekunden verursachen beide Produkte stark brennende Schmerzen auf der Haut und ein krampfhaftes Verschließen der Augenlieder. Wege der sofort eintretenden Wirkung zählen Abwehrsprays zu den zuverlässigsten und bewährtesten Verteidigungsmitteln.

Pfefferspray
Im Pfefferspray ist der Wirkstoff Oleoresin-Capsicum (OC) enthalten. Dieser Wirkstoff ist 100% natürlicher Herkunft, da es sich um einen aus der Chilischote gewonnenen Extrakt handelt. Unmittelbarer Wirkungseintritt und Effizienz des Reizstoffes, der nicht nur auf die Atemwege, sondern ganz besonders auf Augen und Schleimhäute wirkt sind die Vorteile des Pfeffersprays.
Untersuchungen haben ergeben, dass nur ca. 2% der Erwachsenen immun auf Pfefferspray reagieren, auf CS-Gas dagegen sind bis zu 20%.

CS-Reizgas
Ist der bewährte Klassiker unter den Abwehrsprays. Der hier verwendete Reizstoff ist ein rein chemisches Produkt namens Chlorbenzylidenmalonsäuredinitril (CS), im täglichen Sprachgebrauch als Tränengas bekannt. Der Wirkstoff ist weniger aggressiv als Pfefferspray und wirkt auf die Atemwege und auf die Augen. CS-Gas darf, im Gegensatz zu Pfefferspray, zu Verteidigungszwecken gegen Personen mitgeführt werden.

Unterschiedliche Sprüharten Strahl / Nebel / Schaum / Gel

Strahl
Hier wird ein kompakter, konzentrierter Strahl ähnlich einer Wasserpistole versprüht. Es handelt sich um einen sehr zielgenauen Strahl, der ein exaktes Zielen erfordert. Da das exakte Zielen in Stresssituationen kompliziert werden könnte, sollte der Umgang mit dem Strahl-Pfefferspray geübt werden, um im Notfall vorbereitet zu sein. Ein Strahlspray erzielt in der Regel eine höhere Reichweite als ein Spraysystem das einen Nebel versprüht. Bis zum Ende der Reichweite bleibt der Sprühstrahl kompakt und verteilt sich nicht.

Nebel
Bei einem Sprühnebel ist die Reichweite geringer als beim Strahl, der Wirkstoff bleibt zielgerichtet, verteilt sich aber dabei. Das lässt sich ungefähr mit einem Haarspray vergleichen, nur ist die Reichweite beim Pfefferspray deutlich höher als die eines Haarsprays. Auch wird nicht etwa eine Nebelwolke erzeugt wie der Begriff vermuten lässt, sondern der Reizstoff wird vernebelt ausgesprüht und verteilt sich im Zielgebiet. Weil nicht genau gezielt werden muss, sollten ungeübte Anwender unbedingt auf ein Nebel-Spray zurückgreifen, es lässt es sich in Stresssituationen wesentlich einfacher bedienen. Da sich wilde und außer Kontrolle geratene Tiere sehr schnell bewegen und nicht genau zu treffen sind, eignet sich auch zur Tierabwehr ein Nebel-Spray am besten.

Schaum
Pfefferschaum ist eine weitere Sprühvariante. Das Sprühverhalten ist vergleichbar mit dem Sprühstrahl. Der Wirkstoff ist allerdings nicht flüssig, sondern in einem Schaum gebunden. das Ziel wird eingeschäumt. Der auf dem Ziel haftende Schaum irritiert das Ziel, das unbewusst versucht den Schaum abzuwischen, dadurch den Wirkstoff auf seiner Haut verteilt und somit die Wirkung deutlich erhöht. Durch den im Schaum gebundenen Wirkstoff, wird die Gefahr der Eigenkontamination deutlich verringert. Entwickelt wurde Pfefferschaum in erster Linie für den Einsatz in geschlossenen Räumen oder Fahrzeugen.

Gel
Pfeffergel ist eine weitere Sprühvariante. Das Gel ist wesentlich windstabiler als der Schaumspray und hat eine etwas höhere Reichweite ca. 4 – 5m und ist sowohl im Freien als auch in Räumen zu verwenden. Die Trefferfläche ist deutlci sichtbarer, zusätzlich entsteht eine Sichtbehinderung.

Die hier ausgeführten Informationen zur Rechtslage sind lediglich als Hinweise zu betrachten und stellen keine verbindliche Rechtsberatung dar; hierfür müssen Sie sich an einen Anwalt wenden.